Letzte Woche hatte ich mir mal wieder eine kleine Auszeit vom französischen Leben gegönnt und war nach Berlin geflogen. Ich hatte dort auch eine sehr schöne Woche und wollte fast nicht mehr hierher. Aber so ist es eigentlich immer. Bin ich in Paris, will ich nicht nach Berlin, bin ich in Berlin, will ich nicht nach Paris. Jetzt bin ich aber wieder hier und freue mich auch darüber. Allerdings habe ich wieder festgestellt, dass mir fliegen irgendwie nicht so liegt. Ist zwar eine schnelle Art der Fortbewegung, aber auch unterbewußt stressig. Ich kann mich in einem Flugzeug nie ganz entspannen. Obwohl vorgestern so schönes Wetter war, dass ich die ganze Zeit den Boden beobachten konnte und keine Wolke am Himmel war, spürte ich den ganzen Flug über eine gewisse Anspannung. Und wenn dann ständig diese kleinen Luftlöcher kommen und das Flugzeug einen Meter nach unten sackt, bevor es wieder den gewohnten Geradeauskurs einnimmt, schleicht sich gerne der Gedanke ein, was man denn eigentlich tut, wenn es nach einem Luftloch nicht wieder geradeaus weitergeht. Egal, ich werde trotzdem weiter fliegen. Darüber hinaus konnte ich den Flug dazu nutzen, darüber nachzudenken, was mancheiner für komische Handgepäckstücke mit sich führt.

If it fits in, it goes on
P.S. Die Berichte über die Besuche des letzten Monats werde ich schnellstmöglich nachholen. Dazu muss ich aber erstmal sortieren, mit wem ich was gemacht habe und die passenden Fotos wiederfinden. Bevor ich mich jedoch damit beschäftige, werde ich erstmal in die Stadt fahren und zur David-Lynch-Ausstellung gehen. Außerdem steht heute Abend wieder eine Abschiedsfeier an. Also rechnet nicht vor dem Wochenende mit den fehlenden Berichten.
(Paris, 14:45 Uhr, bewölkt, 11°C)
